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Rabenvögel
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Die Rabenvögel – in der Vogelkunde auch oft (nach zoologischer Nomenklatur, lateinisch) Corvidae oder (in der Mehrzahl, lediglich mit eingedeutschter Endung) Corviden genannt – sind eine Familie der Vögel aus der Ordnung der Sperlingsvögel (Passeriformes). Sie umfassen rund 120 lebende Arten in 25 Gattungen. Rabenvögel sind mittelgroße bis sehr große Singvögel mit meist krĂ€ftigem Schnabel und robustem Körperbau, die im Laufe ihrer Entwicklungsgeschichte eine Vielzahl verschiedener LebensrĂ€ume besiedelt haben und – mit Ausnahme des sĂŒdlichen SĂŒdamerika und der Antarktis – weltweit verbreitet sind.

In ihrer ErnĂ€hrung sind Rabenvögel sehr vielseitig und fressen – je nach VerfĂŒgbarkeit – FrĂŒchte, Samen, Insekten, Weichtiere, kleinere Wirbeltiere oder auch Aas, wobei die meiste Nahrung auf dem Boden aufgenommen wird. Fast alle Arten legen VorrĂ€te an, in denen sie ĂŒberzĂ€hliges Futter verstecken und fĂŒr spĂ€ter aufbewahren. Rabenvögel zeigen stark soziales Verhalten und im Vergleich mit fast allen anderen Vögeln ĂŒberdurchschnittlich hohe kognitive FĂ€higkeiten. Einige Arten, allen voran die Raben und KrĂ€hen, sind ausgeprĂ€gte Kulturfolger und konnten sich erfolgreich in vom Menschen geschaffenen LebensrĂ€umen etablieren. Die Intelligenz und Sprachbegabung der Rabenvögel, aber auch ihre Eigenschaft als Aas- und Erntevertilger fĂŒhrte zu einer ambivalenten Rolle in vielen Kulturen weltweit: Einerseits wurden ihnen Weisheit, biblisches Alter und Gewitztheit unterstellt, andererseits wurden sie als angebliche Unheilsbringer und SchĂ€dlinge verfolgt.

Contents

‱ Merkmale
‱ Gefieder
‱ Fortbewegung
‱ Stimme
‱ Lebensraum
‱ Galerie
‱ Quellen
‱ Literatur
‱ Weblinks

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Merkmale

Siehe auch

:

Evolution des Denkens#Gehirn und Kognition der Vögel

Körperbau und Physiologie

Rabenvögel sind in der Regel sehr robust gebaut und gehören zu den grĂ¶ĂŸeren unter den Singvögeln. Innerhalb der Familie gibt es aber eine große Vielfalt an Formen und GrĂ¶ĂŸen. Der kleinste Rabenvogel ist der rund 40 g schwere und 20–23 cm große ZwerghĂ€her (Cyanolyca nanus), die beiden grĂ¶ĂŸten Vertreter sind der Erzrabe (Corvus crassirostris) und der Kolkrabe (Corvus corax), die jeweils eine KörperlĂ€nge zwischen 60 und 70 cm aufweisen können und fĂŒr die Körpergewichte von 1,5 kg festgestellt wurden. Beide Arten sind damit nicht nur die grĂ¶ĂŸten innerhalb ihrer Familie, sondern auch die grĂ¶ĂŸten Sperlingsvögel ĂŒberhaupt. Ein ausgeprĂ€gter Geschlechtsdimorphismus in der GrĂ¶ĂŸe existiert bei keinem Vertreter der Familie. Zwar sind Weibchen einer Art meist etwas kleiner als die MĂ€nnchen, zwischen weiblichen und mĂ€nnlichen Körpermaßen gibt es jedoch stets eine Überschneidung. Rabenvögel verfĂŒgen ĂŒber krĂ€ftige Beine mit langem Laufknochen. Arten, die sich hauptsĂ€chlich am Boden bewegen, haben tendenziell lĂ€ngere Beine als vorwiegende Baumbewohner. Die Vorderseite ihrer Beine ist – außer bei den BergkrĂ€hen (Pyrrhocorax) – getĂ€felt, das heißt mit breiten, rechteckigen Hornschuppen bedeckt; die RĂŒckseite hat dagegen eine glatte OberflĂ€che.cite-ref-hoyo2009-510-512-1-0[1]

Bei vielen Arten der Familie sind die NickhĂ€ute der Augen oder die Iris auffĂ€llig hell gefĂ€rbt und dienen im Sozialverhalten der Kommunikation, etwa um Aggression auszudrĂŒcken.cite-ref-marzluff2005-50-2-0[2] Die SchnĂ€bel der einzelnen Rabenvogelarten weisen eine große Formenvielfalt auf. Einige Vertreter wie die SaxaulhĂ€her (Podoces) oder die AlpenkrĂ€he (Pyrrhocorax pyrrhocorax) besitzen lange, schlanke und gebogene SchnĂ€bel, mit denen sie im Boden nach Insekten stochern. Die frugivoren Baumelstern (Dendrocitta) hingegen verfĂŒgen ĂŒber relativ kurze und sehr krĂ€ftige SchnĂ€bel. Unter den Raben und KrĂ€hen wiederum haben viele Arten sehr lange und hoch gewölbte SchnĂ€bel entwickelt, unter denen der des Erzraben mit Abstand der grĂ¶ĂŸte ist. Auch innerhalb einer Art kann sich die Schnabelform deutlich unterscheiden: HaselnĂŒsse fressende europĂ€ische TannenhĂ€her (Nucifraga caryocatactes) weisen kĂŒrzere und krĂ€ftigere SchnĂ€bel als sibirische Populationen auf, die fast ausschließlich von Fichtensamen leben und lange, dĂŒnne SchnĂ€bel haben. Die SchnĂ€bel der meisten Arten bewegen sich aber zwischen diesen Extremen. Sie sind krĂ€ftig, lĂ€nglich, relativ gerade und eher unspezialisiert. Ihre Farbe bewegt sich zwischen schwĂ€rzlich-grauen Tönen und krĂ€ftigen Gelb- und Rottönen. Der Schnabelfirst ist leicht gekrĂŒmmt und endet in einer Hakenspitze, Ă€hnlich der der WĂŒrger, aber meist weniger stark ausgeprĂ€gt. In der Schnabelfarbe gibt es meist keinen Unterschied zwischen Jung- und Altvögeln. Bei den Arten, bei denen ein solcher Unterschied auftritt, haben die Jungvögel hellere SchnĂ€bel als die geschlechtsreifen Altvögel, die dann dunkelgraue SchnĂ€bel zeigen.cite-ref-madge1994-2-60-3-0[3]cite-ref-goodwin1986-17-18-4-0[4]

In Anpassung an ihre ErnĂ€hrungsweise sind die oberen Verdauungstrakte – also Schnabel, Kehle und Hals – vieler Rabenvögel so geformt, dass sie die Zwischenlagerung von Nahrung ermöglichen. TannenhĂ€her besitzen beispielsweise einen sublingualen, die Echten Elstern (Pica) einen antelingualen Kehlsack, in dem sie NĂŒsse und Samen sammeln. Die Speiseröhren der Gattungen Gymnorhinus und Cyanolyca sind stark erweiterbar, sodass sie Platz fĂŒr eine große Menge an Samen bieten.cite-ref-hoyo2009-514-5-0[5]

Aufgrund der unterschiedlichen ErnĂ€hrungsgewohnheiten innerhalb der Familie sind die MĂ€gen der Corvidae-Arten untereinander sehr verschieden. Fleischfresser wie der Kolkrabe und Beerenfresser wie die BergkrĂ€hen haben typische WeichfressermĂ€gen. Samenfresser wie die UnglĂŒckshĂ€her (Perisoreus) und Allesfresser wie die europĂ€ischen KrĂ€hen der Gattung Corvus besitzen hingegen KörnerfressermĂ€gen mit starker Bemuskelung. Auch innerhalb dieser letzten Gruppe kann die Form des Magens stark variieren. So hat der EichelhĂ€her (Garrulus glandarius) in Anpassung an seine proteinarme Nahrung einen großen, eher schwach bemuskelten Magen. Der nahe verwandte und sympatrische TannenhĂ€her hingegen hat einen sehr kleinen, stark bemuskelten Magen, der zur Verdauung harter, proteinreicher Kiefernsamen dient.cite-ref-glutz1993-1376-6-0[6] Der Brutfleck ist nur bei weiblichen Rabenvögeln ausgebildet. Einzige Ausnahme sind die Nussknacker, bei denen sich beide Geschlechter beim BrĂŒten abwechseln.

Die Rabenvögel haben auch eine Reihe osteologischer Merkmale gemein: Der Oberarmknochen hat eine einzige Fossa. Der VorderschĂ€del ist deutlich gewölbt. Seine SeitenflĂ€chen werden von einfachen JochbeinfortsĂ€tzen und breiten postorbitalen FortsĂ€tzen eingegrenzt; der Gaumen ist weit gespalten. Dem mittelgroßen Siebbein steht ein großes TrĂ€nenbein gegenĂŒber. Beide sind lĂ€ngsseitig an das Stirnbein angewachsen und bilden so ein langes, spaltartiges Foramen. Die Stirn und die Scheidewand zwischen den Augenhöhlen sind stark verknöchert.cite-ref-higgings2006-672-7-0[7] Der HirnschĂ€delraum und damit die Hirnmasse ist in Relation zu den restlichen Körpermaßen grĂ¶ĂŸer als bei den meisten anderen Vögeln. Er ĂŒbertrifft auch viele andere Sperlingsvögel, obwohl die Arten dieser Ordnung ohnehin schon sehr große Gehirne besitzen. Die HĂ€lften des Kleinhirns der Rabenvögel sind die grĂ¶ĂŸten unter allen lebenden Vögeln.cite-ref-angell1978-82-8-0[8]cite-ref-marzluff2005-43-9-0[9]

Gefieder

Rabenvögel zeichnen sich im Hinblick auf ihr Gefieder durch einige Gemeinsamkeiten aus. Der gesamte Körper mit Ausnahme des Schnabels und der Beine vom Laufknochen abwĂ€rts ist befiedert. Nur bei einigen Arten der Raben und KrĂ€hen, dem AkazienhĂ€her (Zavattariornis stresemanni) und der Gelbschnabelelster (Pica nuttali) sind auch kleine Teile des Gesichts unbefiedert. Ein typisches Merkmal der Familie sind die Nasalfedern, die den Oberschnabel bedecken. Sie sind unter den Arten der Corvidae und oft auch innerhalb einer Gattung unterschiedlich stark ausgeprĂ€gt. So bedecken sie beim Weißhalsraben (Corvus cryptoleucus) mehr als die HĂ€lfte des Schnabels, wĂ€hrend die nahe verwandte SaatkrĂ€he (Corvus frugilegus) im Alterskleid ĂŒberhaupt keine Schnabelbefiederung mehr aufweist. Das teilweise oder vollstĂ€ndige Fehlen der Nasalfedern bei einigen Arten ist in der Regel auf eine Anpassung an den Nahrungserwerb zurĂŒckzufĂŒhren. Wenn der Schnabel etwa tief in Nadelbaumzapfen gesteckt werden muss, wĂŒrden die Federn sonst zerzaust oder beschĂ€digt. Auch moderat entwickelte Schnabelborsten sind bei den Rabenvögeln vorhanden.cite-ref-hoyo2009-514-5-1[5]cite-ref-cramp1994-5-10-0[10]

Die Schwanz- und Schwungfedern der Familie sind sehr steif. In der Regel haben alle Arten moderat gerundete, tief gefingerte FlĂŒgel mit zehn Handschwingen. Die Ă€ußerste Schwungfeder ist leicht zurĂŒckgebildet,cite-ref-brown2000-531-11-0[11] einige Gruppen besitzen zusĂ€tzlich zu den eigentlichen Handschwingen auch ein Remicle.cite-ref-glutz1993-1375-12-0[12] Üblich fĂŒr den Schwanz der Rabenvögel sind zwölf Steuerfedern. Ausnahmen bilden der Piapia (Ptilostomus afer) und die Rakettschwanzelstern (Crypsirina) mit lediglich zehn Steuerfedern. Der Schwanz ist bei Arten, die offene LebensrĂ€ume bewohnen, meist eher kurz und gerundet; bei Baum- und GestrĂŒppbewohnern kann er dagegen sehr lang und gestuft ausfallen. Das mittlere Steuerfederpaar ĂŒberragt die restlichen Schwanzfedern dann meist deutlich.cite-ref-goodwin1986-17-13-0[13]

Auch in der GefiederfĂ€rbung unterscheiden sich Rabenvögel dichter TropenwĂ€lder von den Arten der offenen und halboffenen Landschaften in gemĂ€ĂŸigten Breiten. Erstere sind oft sehr bunt in Rot-, GrĂŒn- und Blautönen gefĂ€rbt, wĂ€hrend das Gefieder letzterer eher unauffĂ€llig grau, braun oder schwarz gehalten ist. Viele Arten der gemĂ€ĂŸigten Breiten besitzen dennoch kleinere Gefiederpartien mit auffĂ€lligen Mustern, denen eine Signalwirkung zugeschrieben wird. Sie sind oft nur von Nahem oder im Sonnenlicht zu erkennen oder wirken wie Lichtstrahlen, die durchs GeĂ€st fallen, weil der Rest des Vogelkörpers mit der Umgebung verschmilzt. Neben ihrer sozialen Funktion erfĂŒllen sie damit oft auch eine tarnende Wirkung. Beispiele fĂŒr solche Gefiederzeichnungen zeigen etwa der EichelhĂ€her (Garrulus glandarius) mit leuchtend blauen FlĂŒgelabzeichen oder der UnglĂŒckshĂ€her (Perisoreus infaustus) mit rötlichen Steuerfedern und FlĂŒgelbasen.cite-ref-goodwin1986-18-20-14-0[14] Einen besonderen Fall stellen bei der FĂ€rbung die NeuwelthĂ€her dar. Sie besitzen fast alle grĂ¶ĂŸere oder kleinere, intensiv gefĂ€rbte Blauanteile im Gefieder. Dabei handelt es sich wohl um ein ursprĂŒngliches Merkmal ihres gemeinsamen Vorfahren, das auch die Arten in borealen und gemĂ€ĂŸigten Zonen seitdem nicht verloren haben.cite-ref-goodwin1986-221-15-0[15]

MĂ€nnchen und Weibchen zeigen keine, juvenile und adulte Vögel meist nur geringe Unterschiede im Gefieder, so ist das Jugendgefieder bei allen Rabenvögeln weicher, lockerer und grĂ€ulicher als das Altgefieder. Bei einigen Arten sind Jung- und Altvögel allerdings deutlich verschieden. Beim Yucatanblauraben (Cyanocorax yucatanicus) wechselt das Weiß des Jugendkleids in ein tiefes Schwarz. Der MeisenhĂ€her (Perisoreus canadensis) erhĂ€lt seine helle Gesichtsbefiederung erst mit der Geschlechtsreife und besitzt zuvor ein einheitlich dunkelbraunes Kopfgefieder. Die GreisenkrĂ€he (Corvus tristis), eine als Jungvogel auffallend weiß-graue KrĂ€he, verliert ihre hellen Federn im Alter fast völlig und erscheint dann einheitlich schwarz.cite-ref-madge1994-48-49-16-0[16] Anders als bei vielen anderen Singvogelfamilien ist das Bauchgefieder von Jungvögeln frei von Sprenkeln; die einzige Ausnahme hiervon stellt der HaubenhĂ€her (Platylophus galericulatus) dar, dessen systematische Stellung aber umstritten ist.cite-ref-goodwin1986-50-17-0[17]

Fortbewegung

Rabenvögel bewegen sich sowohl hĂ€ufig in der Luft als auch im GeĂ€st und auf dem Boden. Unter den Gattungen und Arten gibt es aber eine große Palette an FortbewegungsrĂ€umen und Arten. Die sehr terrestrischen SaxaulhĂ€her (Podoces) sind geschickte und schnelle LĂ€ufer, die sich geschickt auf dem Boden bewegen und weite Strecken meist zu Fuß zurĂŒcklegen. Viele Gattungen der sĂŒdostasiatischen Tropen bewegen sich dagegen hauptsĂ€chlich im GestrĂŒpp und GeĂ€st und wirken durch ihre kĂŒrzeren Beine am Boden eher unbeholfen, kommen aber dennoch hĂ€ufig aus Baumkronen und BĂŒschen herab, um nach Nahrung zu suchen. Kleinere Arten hĂŒpfen hĂ€ufig oder immer, grĂ¶ĂŸere Rabenvögel schreiten hĂ€ufiger; ihr Gang wirkt meist militĂ€risch. Typisch fĂŒr Corviden ist der asynchrone, leicht aus der Körperachse gedrehte Trippelschritt, in den sie verfallen, wenn sie sich schneller ĂŒber den Boden bewegen wollen. Der Einsatz dieses sogenannten „Polka-Schritts“ steht dabei im Gegensatz zur Fortbewegung vieler anderer zweifĂŒĂŸiger Tiere, die hĂŒpfen, wenn sie nur langsam, und laufen, wenn sie schnell vorankommen wollen.cite-ref-cramp1994-5-10-1[10]cite-ref-hayes1983-205-18-0[18]

In der Luft fliegen die Arten der Familie zielstrebig mit bedĂ€chtigen, krĂ€ftigen FlĂŒgelschlĂ€gen. Bei langschwĂ€nzigen Corviden mit relativ kurzen FlĂŒgeln ist der Flug aber vergleichsweise angestrengt oder wellenförmig wie bei den Baumelstern. Vor allem grĂ¶ĂŸere Arten mit langen FlĂŒgeln segeln auch auf warmen Luftströmen oder kreisen in großer Höhe. Bei fliegenden Rabenvögeln sind die Beine meist angezogen, seltener angelegt. Trotz ihres gewöhnlich sehr ökonomischen Flugstils sind aber nicht wenige Arten gewandte Flieger und vollfĂŒhren im Flug Kunstfiguren.cite-ref-cramp1994-5-10-2[10]

Stimme

Obwohl sie zu den Singvögeln gehören, besitzen die Rabenvögel keinen besonders melodischen Gesang, wie ihn vor allem kleinere Singvögel zur Verteidigung ihres Nistplatzes oder zur Balz einsetzen. DafĂŒr verfĂŒgen sie ĂŒber ein sehr breites Repertoire an Rufen, die durch Nuancierung, Kontextualisierung oder Kombination noch an KomplexitĂ€t gewinnen. Sie klingen bei allen Arten der Familie oft krĂ€chzend, heiser und rau, können aber auch ungeahnt weichen oder plaudernden Charakter bekommen. Das Repertoire einzelner Arten bewegt sich im zweistelligen Bereich und reicht von 14 bekannten Rufen beim Azurblauraben (Cyanocorax caeruleus) bis hin zu 80 beim Kolkraben. Die Rufpalette einzelner Individuen ist bei letzterem jedoch geringer und liegt bei etwa 20 verschiedenen LautĂ€ußerungen. FĂŒr die meisten tropischen Arten ist die Breite und KomplexitĂ€t des Rufspektrums allerdings unbekannt.cite-ref-hoyo2009-526-529-19-0[19] Rufe werden meist in sehr spezifischen ZusammenhĂ€ngen eingesetzt, auch wenn sie sich von anderen eventuell nur durch Nuancen unterscheiden. Schwedische Populationen des UnglĂŒckshĂ€hers besitzen beispielsweise 14 verschiedene Rufe allein fĂŒr die Gefahrenabwehr. Sie unterscheiden dabei nicht nur zwischen Eulen oder Greifvögeln, sondern auch zwischen einzelnen Gefahrenlagen und der jeweiligen Abwehrstrategie.cite-ref-griesser2009-2889-2892-20-0[20]

Rufe, die Furcht, Aggression oder Verzweiflung signalisieren sollen, sind fĂŒr gewöhnlich sehr rau, schrill oder laut. Da diese Rufe am ehesten von der Umwelt wahrgenommen werden, gelten sie in der Literatur hĂ€ufig als typisch. Auch Alarm-, Dominanz- oder intensive Bettelrufe sind eher krĂ€chzend und in ihrer Grundstruktur simpel. LautĂ€ußerungen, die beschwichtigende oder werbende Gesten wie etwa die FĂŒtterung des Partners oder moderates Betteln begleiten, sind dagegen weicher und zarter; sie wirken weniger harsch. Daneben verfĂŒgen Rabenvögel auch ĂŒber LautĂ€ußerungen, die einem Gesang nahekommen. Sie scheinen aber keine bedeutende Funktion im Revier- oder Sozialverhalten zu erfĂŒllen und sind entsprechend weniger ausgeprĂ€gt als bei den kleinen, sperlingsĂ€hnlichen Singvögeln. Diese im Englischen oft als Subsong oder Whisper Song bezeichneten Lautserien sind vergleichsweise leise und unstrukturiert, besitzen aber trotzdem eine hohe musikalische QualitĂ€t. Sie verbinden meist verschiedene LautĂ€ußerungen aus dem Repertoire der jeweiligen Art, die aber außerhalb ihres eigentlichen Kontexts verwendet werden. FĂŒr gewöhnlich singen Rabenvögel auf diese Weise, wenn sie sich außerhalb grĂ¶ĂŸerer Gruppen befinden, etwa im Flug oder auf einer Sitzwarte.cite-ref-goodwin1986-51-52-21-0[21]

Insbesondere in Subsongs flechten Rabenvögel auch nachgeahmte Laute anderer Tiere oder andere GerĂ€usche ihrer Umwelt ein. Viele Arten der Familie sind in der Lage, solche Laute tĂ€uschend echt zu imitieren und sie auch gezielt einzusetzen. So ruft etwa die Schmuckkitta (Urocissa ornata) wie der Besrasperber (Accipiter virgatus), um vor ebendiesem Greifvogel zu warnen und auf ihn zu hassen.cite-ref-ratnayake2010-105-22-0[22] Die FĂ€higkeit zur Kontextualisierung derartiger Laute besitzen auch Rabenvogelarten, die in der freien Wildbahn kaum akustische Mimikry zeigen: Raben und KrĂ€hen, die von Menschen aufgezogen wurden, lernten Phrasen und Worte in ihrem gesellschaftlichen Zusammenhang zu benutzen, etwa als Grußformeln. Die Imitation wird den Rabenvögeln durch ihren hoch entwickelten Sprechapparat, vor allem ihre StimmbĂ€nder, ermöglicht;cite-ref-marzluff2005-208-23-0[23] die ursprĂŒngliche Funktion dieser Mimikry ist jedoch ungeklĂ€rt. Das insgesamt sehr vielseitige akustische Vokabular der Rabenvögel ist wahrscheinlich eine Folge ihrer komplexen sozialen Organisation, die ein hohes Maß an Kommunikation nach sich zieht.cite-ref-hoyo2009-528-533-24-0[24]

Verbreitung und Wanderungen

Rabenvögel sind fast ĂŒberall auf der Welt anzutreffen. Vor allem sĂŒdöstlich des Himalayas bis nach SĂŒdostasien sind viele Gattungen beheimatet, die zu den ursprĂŒnglicheren Vertretern der Familie zĂ€hlen, etwa die Baumelstern (Dendrocitta) oder die Kittas (Urocissa). Mehreren Gattungen wie den Garrulus-HĂ€hern, den Blauelstern (Cyanopica) oder den BergkrĂ€hen (Pyrrhocorax) gelang es, unabhĂ€ngig voneinander Eurasien und Nordafrika zu besiedeln. Die UnglĂŒckshĂ€her (Perisoreus), die Echten Elstern (Pica) und die Nussknacker (Nucifraga) gelangten darĂŒber hinaus auch bis nach Nordamerika. Auf beiden amerikanischen Kontinenten lebt auch die Gruppe der NeuwelthĂ€her, deren Vertreter von Zentralkanada bis Nordargentinien anzutreffen sind. SĂŒdlich der Sahara konnten sich mit dem AkazienhĂ€her (Zavattariornis stresemanni) und dem Piapia (Ptilostomus afer) zwei monotypische Gattungen etablieren.cite-ref-hoyo2009-494-510-25-0[25]

Östlich der Wallace-Linie kommen mit Ausnahme der Raben und KrĂ€hen (Corvus) keine Rabenvögel vor. Diese relativ junge Gattung breitete sich nicht nur in der gesamten PalĂ€arktis aus, sondern stieß auch bis ins sĂŒdliche Afrika und nach Australien vor, wo es zuvor keine Rabenvögel gegeben hatte. Daneben besiedelten sie auch die Subantarktis und erreichten selbst abgelegene Inseln wie den Hawaii-Archipel und Neuseeland. Die Gattung Corvus ist heute fast weltweit verbreitet und fehlt nur in SĂŒdamerika, wo die Blauraben (Cyanocorax) ihre ökologische Nische einnehmen.cite-ref-hoyo2009-494-510-25-1[25]

Saisonales Wanderungsverhalten zeigen nur einige Rabenvogelarten der Nordhalbkugel, wĂ€hrend die Arten der Tropen und Subtropen meist Stand- oder Strichvögel sind. Dabei gibt es zwischen sympatrischen Arten oder innerhalb einer Spezies Unterschiede. Adulte nordeuropĂ€ische TannenhĂ€her (Nucifraga caryocatactes) verbleiben beispielsweise das ganze Jahr ĂŒber in ihren Brutgebieten. Ihre ĂŒber das Jahr angelegten Vorratslager ermöglichen ihnen nicht nur ein sicheres Überwintern, sie binden sie auch gleichzeitig an ihr Brutrevier. Allerdings kommt es oft zu eruptiven Wanderungsbewegungen unverpaarter Jungvögel, die aus Mangel an Nahrung oder NistplĂ€tzen zu mehreren Tausend in den SĂŒdwesten des Kontinents einfliegen. Die SaatkrĂ€henpopulationen der nördlichen Breiten ziehen dagegen im Winter regelmĂ€ĂŸig nach SĂŒden. In den letzten Jahrzehnten hat sich ihre Zugdistanz aber merklich verringert, was wohl auf ein verbessertes Nahrungsangebot in den Brutregionen zurĂŒckzufĂŒhren ist. Gleiches gilt fĂŒr viele andere Arten der Rabenvögel, deren Zugverhalten eine Reaktion auf im Winter zurĂŒckgehende Nahrungsquellen ist. Der ĂŒberwiegend fleischfressende Kolkrabe (Corvus corax) ist nicht auf saisonale Nahrung angewiesen und stĂ¶ĂŸt deshalb nicht nur weiter nordwĂ€rts vor als alle anderen Arten, sondern kann auch im arktischen Winter an den Felsklippen Grönlands ausharren. Neben geographischen Wanderungen fĂŒhren einige Arten auch Höhenwanderungen durch. Solche Zugbewegungen kommen etwa bei den Alpendohlen (Pyrrhocorax graculus) in den europĂ€ischen Alpen vor, die im Winter in die wĂ€rmeren und vom Menschen besiedelten TĂ€ler hinabsteigen.cite-ref-hoyo2009-552-554-26-0[26]

Lebensraum

Wenige Familien der Singvögel bewohnen so verschiedene Habitate wie die Rabenvögel. Neben ihrem vermutlich ursprĂŒnglichsten Habitat, den dichten TropenwĂ€ldern SĂŒdostasiens, haben Corviden vielfach auch offene und halboffene Landschaften in allen Klimazonen erobert. Die BergkrĂ€hen (Pyrrhocorax), die heute nur noch in Gebirgen und an SteilkĂŒsten anzutreffen sind, konnten im PleistozĂ€n die damals weiten Steppenlandschaften Eurasiens besiedeln. Diese Nische wird heute weitgehend von den Raben und KrĂ€hen (Corvus) eingenommen, deren hĂ€herartiger Vorfahre wohl noch in den WĂ€ldern Nordeurasiens lebte. Noch weiter von der ursprĂŒnglich arborealen Lebensweise der Familie emanzipiert haben sich der AkazienhĂ€her (Zavattariornis stresemanni) im Ă€thiopischen Hochland und die SaxaulhĂ€her (Podoces) aus den Geröll- und SandwĂŒsten Zentralasiens. Sie nutzen BĂ€ume oder BĂŒsche fast nur noch zum BrĂŒten und sind in dieser Hinsicht sehr anspruchslos geworden. Ähnliches gilt fĂŒr Arten, die wie der Geierrabe (Corvus albicollis) oder die Dohle (Corvus monedula) zu Klippen- beziehungsweise HöhlenbrĂŒtern wurden. Mit der Eroberung der Habitate gingen eine Reihe physiologischer und morphologischer Anpassungen einher. Der MeisenhĂ€her (Perisoreus infaustus) ist beispielsweise einer der kleinsten Vögel, die das ganze Jahr ĂŒber in borealen NadelwĂ€ldern ausharren. Um seine Körpertemperatur aufrechtzuerhalten, mĂŒsste ein Vogel seiner GrĂ¶ĂŸe eigentlich 50 % seines Körpergewichts pro Tag in Fett aufnehmen, wofĂŒr er wĂ€hrend der Tage um die Polarnacht nur vier bis sechs Stunden zur VerfĂŒgung hat. Der MeisenhĂ€her bewĂ€ltigt diese Herausforderung durch Hypothermie; die Art kann Körpertemperaturen von bis zu 4,5 °C tolerieren.cite-ref-hoyo2009-514-515-27-0[27]

Die grĂ¶ĂŸte Habitatsvielfalt innerhalb einer Gattung findet sich unter den Raben und KrĂ€hen. WĂ€hrend die Habitate anderer Gattungen in aller Regel sehr homogen sind, versammeln die Raben und KrĂ€hen Dschungel- wie Gebirgsbewohner sowie Felsen-, Höhlen- und BaumbrĂŒter. Dass die Gattung in kurzer Zeit so verschiedene Habitate wie die arktische Tundra oder die indonesischen RegenwĂ€lder besiedeln konnte, wird weniger auf eine spezifische Anpassung als vielmehr auf die fehlende Spezialisierung dieser Gruppe zurĂŒckgefĂŒhrt. Da Raben und KrĂ€hen bei ihrer Nahrungswahl sehr anspruchslos sind und durch ihre Intelligenz auch an schwer zugĂ€ngliche Nahrung kommen, können sie in einer Vielzahl verschiedener LebensrĂ€ume ĂŒberleben. In geringerem Maß gilt das auch fĂŒr andere Corviden wie die Echten Elstern (Pica) oder einige NeuwelthĂ€her. Arten, die bereits frĂŒh in ihrer Entwicklungsgeschichte mit Menschen zusammentrafen, wurden dabei zu erfolgreichen Kulturfolgern. Die indische GlanzkrĂ€he (Corvus splendens) ist dabei von allen Arten am weitesten gegangen: Sie hat ihr ursprĂŒngliches Habitat vollstĂ€ndig aufgegeben und ist heute ausschließlich in der NĂ€he menschlicher Siedlungen anzutreffen, von wo sie sogar grĂ¶ĂŸere Raben und KrĂ€hen verdrĂ€ngt.cite-ref-hoyo2009-514-516-28-0[28]

Lebensweise

ErnÀhrung

Fast alle Rabenvögel haben ein sehr vielseitiges Nahrungsspektrum, das sowohl tierische wie auch pflanzliche Kost umfasst. Bei fast allen Arten der Familie finden sich Insekten, FrĂŒchte, Samen, Eier, Aas und kleine Wirbeltiere in der Nahrung. Nicht alle Arten sind aber gleichermaßen omnivor. Der NacktschnabelhĂ€her (Gymnorhinus cyanocephalus) ernĂ€hrt sich ĂŒberwiegend von den Samen einiger weniger Kiefernarten des westlichen Nordamerikas und steht mit ihnen in einer engen ökologischen Beziehung. Der Kolkrabe ist hingegen ein ausgeprĂ€gter Fleisch- und Aasfresser, wĂ€hrend sich SaxaulhĂ€her und BergkrĂ€hen zu einem großen Teil von Insekten ernĂ€hren. Auch regional und saisonal können die Anteile bestimmter Futterquellen an der Nahrung schwanken. Rabenvögel sind sehr opportunistisch und halten sich bei der Nahrungssuche in der Regel an die vorhandene oder ergiebigste Nahrung. Zudem sind sie sehr neugierig und testen jedes ihnen unbekannte Objekt auf seine Verwertbarkeit. So kommt es beispielsweise, dass sich im Magen von SaatkrĂ€hen (Corvus frugilegus) öfter Gummiringe finden, die von den Vögeln ihrer Konsistenz wegen fĂŒr FleischstĂŒcke gehalten wurden.cite-ref-glutz1993-1817-29-0[29] Gleichzeitig fĂŒhrte dieses Verhalten dazu, dass Rabenvögel im westlichen Volksglauben wie in der Wissenschaft lange Zeit als wahllose Allesfresser galten, die auch mit sehr nĂ€hrstoffarmem Futter ĂŒberleben können. TatsĂ€chlich sind aber selbst so vielseitige Nahrungsverwerter wie die RabenkrĂ€he (Corvus corone) auf eine ausgewogene Nahrung mit entsprechendem NĂ€hrstoffgehalt angewiesen.cite-ref-goodwin1986-23-27-30-0[30]

So vielfĂ€ltig wie das Nahrungsspektrum sind innerhalb der Familie auch die Techniken, die zum Nahrungserwerb eingesetzt werden. NĂŒsse, Insekten oder andere NahrungsstĂŒcke werden vom Boden oder von BlĂ€ttern aufgelesen oder von Zweigen gepflĂŒckt. Je nach Schnabelform werden Larven aus dem Erdboden gestochert oder gegraben. Wirbeltiere werden unter Einsatz der FĂŒĂŸe gefangen und mit gezielten Schnabelhieben getötet. Der Nahrungserwerb kann sowohl allein als auch in Gruppen erfolgen, wobei ein fressender Rabenvogel schnell Artgenossen anzieht. Das sogenannte Zirkeln ist eine SpezialitĂ€t der Corviden sowie unabhĂ€ngig davon der Stare. Dabei wird der geschlossene Schnabel in eine Öffnung gesteckt und dann mit Kraft zu öffnen versucht, um die Öffnung zu erweitern und an eventuell darin lagerndes Futter zu gelangen. Rabenvögel sind auch darĂŒber hinaus sehr einfallsreich, wenn es darum geht, an ungewöhnliche oder vermeintlich unzugĂ€ngliche Nahrung zu gelangen. NebelkrĂ€hen (Corvus cornix) in Finnland haben gelernt, die unbewachten Angelleinen von Eisfischern aus ihren Löchern zu ziehen, um dann den daran hĂ€ngenden Fisch zu fressen.cite-ref-hoyo2009-531-31-0[31] GrĂŒnhĂ€her (Cyanocorax luxuosa) wurden dabei beobachtet, wie sie mit Hilfe eines Zweiges unter der Rinde eines toten Baumes erfolgreich nach Insekten stocherten und sie anschließend verzehrten. FĂŒr ein Ă€hnliches Verhalten ist die neukaledonische GeradschnabelkrĂ€he (Corvus moneduloides) bekannt, die mit großer Sorgfalt zunĂ€chst Blattstiele bearbeitet, um dann holzbewohnende Larven so lange damit zu traktieren, bis sich diese in den Stiel verbeißen und von der KrĂ€he aus ihren FraßgĂ€ngen gezogen werden können. Kleptoparasitismus ist ein hĂ€ufig zu beobachtendes Verhalten bei Rabenvögeln. AmerikanerkrĂ€hen (Corvus brachyrhynchos) warten etwa darauf, dass Grauhörnchen Futter aus einem fĂŒr die KrĂ€hen unzugĂ€nglichen MĂŒlleimer holen, um es ihnen anschließend abzujagen. Von Beuteraub durch Corviden sind aber nicht nur kleinere Tiere betroffen. Rabenvögel sind Ă€ußerst forsch und vertreiben im Schwarm hĂ€ufig grĂ¶ĂŸere Greifvögel von Kadavern oder lenken sie gemeinschaftlich ab, um ihnen Beutebrocken zu entwenden. Der Kolkrabe dĂŒrfte darĂŒber hinaus mit dafĂŒr verantwortlich sein, dass die mit ihnen vergesellschafteten Wölfe in Rudeln jagen: Die Nahrungsausbeute im VerhĂ€ltnis zum Jagdaufwand ist fĂŒr einen einzelnen Wolf am gĂŒnstigsten. Ein Kolkrabenschwarm kann einem Wolf aber ĂŒber die HĂ€lfte seiner Beute abnehmen, ohne dass sich der Wolf effektiv dagegen wehren könnte. Erst mit zunehmender RudelgrĂ¶ĂŸe sinkt der Erfolg der Raben.cite-ref-goodwin1986-23-27-30-1[30]

NahrungsstĂŒcke werden hauptsĂ€chlich mit dem Schnabel transportiert und bearbeitet. HĂ€ufig werden aber die FĂŒĂŸe zur Hilfe genommen, um ein NahrungsstĂŒck festzuhalten, wenn der Vogel mit dem Schnabel darauf einschlĂ€gt. Das Kiefergelenk der NeuwelthĂ€her erleichtert ihnen das Aufschlagen von NĂŒssen und Ă€hnlichen Objekten, indem es die Meißelfunktion des Schnabels noch weiter unterstĂŒtzt. Andere Rabenvogelarten wie der KiefernhĂ€her (Nucifraga columbiana) haben einen geraden, spitzen Schnabel, der sich besonders gut zum AufhĂ€mmern von Nadelbaumsamen eignet. Klebrige oder schmierige FutterstĂŒcke werden vor dem Verzehr meist ins Wasser getaucht, wahrscheinlich um einer Verschmutzung von Gefieder oder Schnabel vorzubeugen. Alle Rabenvögel besitzen einen Verstecktrieb, der sie dazu veranlasst, ĂŒberzĂ€hliges Futter zu verstecken, um es fĂŒr spĂ€ter aufzubewahren, auch wenn sie nicht auf solche Verstecke angewiesen sind. Die Nahrung wird dabei meist vergraben, verderbliches Futter aber an der ErdoberflĂ€che versteckt. Die UnglĂŒckshĂ€her (Perisoreus) kleben ihr gefundenes Futter mit Speichel in Rindenfurchen. Auch sehr hungrige Rabenvögel schaffen zunĂ€chst ĂŒberschĂŒssiges Futter beiseite, bevor sie ganz zuletzt zu fressen beginnen. Das Futter wird nicht zentral versteckt, sondern auf mehrere Lager verteilt, die oft nur ein einziges NahrungsstĂŒck enthalten. Die Verstecke werden von den Vögeln auch noch Monate spĂ€ter und selbst unter dicken Schneedecken gefunden. Anders als bei hortenden SĂ€ugetieren spielt der Geruchssinn dabei offenbar keine Rolle, die Vögel verlassen sich vielmehr allein auf ihr rĂ€umliches GedĂ€chtnis.cite-ref-hoyo2009-541-32-0[32] Wenn Rabenvögel einander beim Verstecken beobachten, rĂ€umt der Beobachter anschließend meist die Verstecke des Beobachteten aus. Der so Beraubte lernt dann aus dieser Erfahrung, auch wenn er das AusrĂ€umen nicht selbst mitbekommen hat, und versteckt seine Nahrung fortan nicht mehr, wenn ein Artgenosse in der NĂ€he ist. Auch wenn die meisten Verstecke anschließend wieder ausgerĂ€umt werden, bleibt stets ein gewisser Anteil des Futters im Boden zurĂŒck. Damit tragen einige Rabenvögel entscheidend zur Ausbreitung vieler Baumarten bei.cite-ref-goodwin1986-23-27-30-2[30]cite-ref-hoyo2009-541-32-1[32]

Sozial- und Territorialverhalten

Das Sozialverhalten der Rabenvögel ist sehr ausgeprĂ€gt. Alle Arten bilden kleinere oder grĂ¶ĂŸere SchwĂ€rme, die gemeinsam schlafen, fressen oder ziehen. Der Vergesellschaftungsgrad ist innerhalb der Familie sehr unterschiedlich. WĂ€hrend SaatkrĂ€hen große Schlaf- und Brutkolonien bilden und NacktschnabelhĂ€her in SchwĂ€rmen von durchschnittlich 250 Vögeln leben, bewegen sich adulte Kolkraben grundsĂ€tzlich in Paaren. Unverpaarte Jungvögel bilden allerdings ebenfalls lose Assoziationen, die miteinander Nahrung suchen. Das Leben in SchwĂ€rmen bietet Rabenvögeln Vorteile bei der Suche von Nahrung, der Abwehr von Feinden und gelegentlich auch bei der Brutpflege.cite-ref-goodwin1986-32-33-33-0[33]

Innerhalb der Gemeinschaften bestehen Hierarchien, die aber nicht notwendigerweise transitiv sind: Vogel A kann gegenĂŒber Vogel B dominant sein und Vogel B ĂŒber Vogel C, ohne dass Vogel A auch ĂŒber Vogel C dominiert. Die Dominanz eines Vogels kann sich auch nur auf ein kleines Gebiet (etwa einen Brut- oder Schlafplatz) beschrĂ€nken, wĂ€hrend jenseits der Gebietsgrenzen ein anderer Vogel tonangebend ist. Die Stellung innerhalb dieser Hierarchien entscheidet ĂŒber die Durchsetzungskraft der Vögel gegenĂŒber Artgenossen, wenn es um den Kampf um Nahrung oder NistplĂ€tze geht. Das Anerkennen solcher Hierarchien dient auch dazu, Konflikte im Schwarm relativ gewaltfrei zu lösen. Daneben gibt es aber auch freundschaftliche Beziehungencite-ref-adrian2006-81-82-34-0[34] zwischen Individuen und fĂŒrsorgliches Verhalten gegenĂŒber kranken oder verletzten Artgenossen.cite-ref-goodwin1986-36-37-35-0[35]

Brutpartner entwickeln eine besondere Beziehung zueinander, die sich in reduzierter Individualdistanz und gegenseitiger Körperpflege niederschlĂ€gt. Sie besetzen zusammen nicht nur NistplĂ€tze, sondern verteidigen sie auch gegen Artgenossen und andere Vögel. Die verteidigten Territorien können sehr groß sein, wie etwa bei einigen Raben, oder aber sehr klein, wie bei der SaatkrĂ€he.cite-ref-goodwin1986-36-37-35-1[35]

Fortpflanzung und Brut

Rabenvögel leben tendenziell monogam und bilden lebenslange Brutpaare. Zwar kann es vereinzelt auch zu zusĂ€tzlichen Kopulationen kommen, nur der Partner wird aber stets versorgt und, wenn die Paarbindung lĂ€nger als ein Jahr gehalten hat, nicht verlassen. Nur das Verschwinden eines Partners, krankheitsbedingter Ausfall oder sein Tod fĂŒhren in der Regel zur Neuverpaarung des verbliebenen Partners. Der Effekt dieser lebenslangen Treue ist ein steigender Bruterfolg: Je lĂ€nger Paare zusammenbleiben, desto höher sind die Ausflugraten ihrer Gelege.cite-ref-hoyo2009-545-36-0[36]

Die Brutsysteme unterscheiden sich innerhalb der Familie, den einzelnen Gattungen und sogar zwischen Populationen der gleichen Art teils deutlich. Es werden grob drei verschiedene Brutsysteme unterschieden: Brutaufzucht nur durch das Elternpaar, die Mitversorgung durch nichtbrĂŒtende Artgenossen sowie die um einige Monate bis Jahre verzögerte EigenstĂ€ndigkeit des letztjĂ€hrigen Nachwuchses, der als Übergangsform betrachtet wird. Die alleinige Aufzucht durch die Eltern ist in der Regel mit starker TerritorialitĂ€t verbunden, Bruthelfer finden sich hingegen eher bei KoloniebrĂŒtern. Bruthelfervögel profitieren von ihrer TĂ€tigkeit durch eine höhere Erfahrung, die bei spĂ€teren eigenen Bruten zu grĂ¶ĂŸerem Erfolg fĂŒhrt. Ihre TĂ€tigkeit kann auch ĂŒber reine FĂŒtterung hinausgehen oder andere Bereiche betreffen, etwa die Verteidigung des Territoriums oder den Nestbau. Ausschlaggebend fĂŒr ein Brutsystem ist möglicherweise die Zahl der verfĂŒgbaren Brutterritorien und die Ergiebigkeit von umliegenden Nahrungsquellen. Bruthelfer können ihre TĂ€tigkeit mehrere Jahre ausĂŒben, bevor sie selbst brĂŒten. HĂ€ufig besetzen sie dann Territorien in der NĂ€he. Das gilt besonders, wenn es sich um Nachkommen des ursprĂŒnglichen Brutpaares handelt.cite-ref-hoyo2009-545-548-37-0[37]

Fressfeinde und Parasiten

Vor allem grĂ¶ĂŸere Rabenvögel haben kaum ausgemachte Fressfeinde. Der Kolkrabe als grĂ¶ĂŸter Singvogel wird nur von wenigen Tieren, etwa Wanderfalken, erbeutet, ist aber umgekehrt auch in der Lage, diese zu töten. Wo Rabenvögel in SchwĂ€rmen auftreten, vertreiben sie hĂ€ufig auch viel grĂ¶ĂŸere Greifvögel, aber auch andere Rabenvogelarten. Kleinere Corviden fallen dagegen hĂ€ufig Habichten und Sperbern (Accipiter) und anderen spezialisierten VogeljĂ€gern zum Opfer. cite-ref-goodwin1986-55-38-0[38]

Taxonomie und Entwicklungsgeschichte

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Hauptartikel

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Systematik der Rabenvögel

Äußere Systematik

Die Rabenvögel sind eine eher ursprĂŒngliche Familie der Singvögel. Ihre Schwesterfamilie sind aller Wahrscheinlichkeit nach die WĂŒrger (Lanidae).cite-ref-jonsson2006-152-39-0[39] NĂ€her verwandt mit den Rabenvögeln sind auch die Paradiesvögel. Die Rabenvögel entwickelten sich wahrscheinlich in SĂŒdostasien, wo auch heute noch eine große Vielfalt an Gattungen anzutreffen ist. Der Ă€lteste bekannte Vertreter der Familie ist Miocorvus larteti aus dem mittleren MiozĂ€n Frankreichs, gefolgt von Miopica paradoxa aus dem spĂ€ten MiozĂ€n der Ukraine und Miocitta galbreathi aus dem oberen MiozĂ€n Colorados.cite-ref-hoyo2009-494-40-0[40]

Innere Systematik

Die DNA fast aller Gattungen der Rabenvögel wurde unter FĂŒhrung von Per Ericson in einer 2005 veröffentlichten Studie untersucht. Dabei stellte sich die Monophylie der untersuchten Gruppe und ihre groben Entwicklungslinien heraus:

‱ BergkrĂ€hen und sĂŒdostasiatische Elstern: Diese monophyletische Gruppe trennte sich bereits frĂŒh vom Vorfahren der anderen Rabenvögel und entstand in SĂŒdostasien. Die sĂŒdostasiatischen Baumelstern (Dendrocitta), Trauerelstern (Platysmurus), Leiterschwanzelstern (Temnurus) und Rakettschwanzelstern (Crypsirina) bewohnen den indischen Subkontinent, SĂŒdostasien und Indonesien. Die BergkrĂ€hen wurden frĂŒher als nahe Verwandte der Raben und KrĂ€hen angesehen, sind aber viel ursprĂŒnglicher und bilden die Schwestergruppe der sĂŒdostasiatischen Elstern oder sogar der ganzen ĂŒbrigen Corviden. Von dort aus verbreiteten sie sich im PleistozĂ€n ĂŒber ganz Eurasien.cite-ref-hoyo2009-495-42-0[42]
‱ GrĂŒnelstern und Kittas: Auch die GrĂŒnelstern (Cissa) und die Kittas (Urocissa) haben ihren Ursprung und ihre Verbreitung im sĂŒdostasiatischen Raum und bewohnen einen Ă€hnlichen Lebensraum wie die sĂŒdostasiatischen Elstern. Sie spalteten sich etwas spĂ€ter vom Rest der Rabenvögel ab als die erste Gruppe.cite-ref-ericson2005-232-41-1[41]
‱ Blauelstern und UnglĂŒckshĂ€her: Die Ă€ußerlich und ökologisch sehr unterschiedlichen Blauelstern (Cyanopica) und UnglĂŒckshĂ€her (Perisoreus) entstammen einem gemeinsamen Vorfahren. WĂ€hrend die UnglĂŒckshĂ€her boreale und montane NadelwĂ€lder bewohnen, sind Blauelstern in mediterranen, halboffenen Parklandschaften anzutreffen. Das Verbreitungsgebiet der UnglĂŒckshĂ€her erstreckt sich ĂŒber das nördliche Eurasien und Nordamerika, das der Blauelstern zerfĂ€llt hingegen auf zwei Reliktareale auf der Iberischen Halbinsel und Ostasien. Fossilfunde zeigen, dass diese Gattung in frĂŒherer Zeit weiter verbreitet war.cite-ref-hoyo2009-505-43-0[43]
‱ NeuwelthĂ€her: Die NeuwelthĂ€her umfassen all jene Gattungen der Rabenvögel, die ausschließlich auf dem amerikanischen Doppelkontinent vorkommen. Sie entstanden, nachdem ihr gemeinsamer Vorfahr vor 8–10 Millionen Jahren ĂŒber eine LandbrĂŒcke Nordamerika erreichte. Ihr Kiefergelenk ermöglicht ihnen das HĂ€mmern mit geöffnetem Schnabel und unterscheidet sie anatomisch von allen anderen Rabenvögeln.cite-ref-hoyo2009-505-43-1[43]
‱ Echte Elstern und TrockenlandhĂ€her: Die Echten Elstern (Pica) sind Vögel des gemĂ€ĂŸigten Parklands und holarktisch verbreitet. Sie sind nahe mit den AkazienhĂ€hern (Zavattariornis), Piapias (Ptilostomus) und SaxaulhĂ€hern (Podoces) verwandt, die allesamt trockene bis wĂŒstenartige Habitate in der NordhĂ€lfte Afrikas und in Zentralasien bewohnen.cite-ref-hoyo2009-504-44-0[44]
‱ Raben, KrĂ€hen, EichelhĂ€her und Nussknacker: Eine vergleichsweise junge Gruppe stellen die HĂ€her der Gattung Garrulus, die Nussknacker (Nucifraga) und die Raben und KrĂ€hen (Corvus) dar. Garrulus und die Nussknacker sind jeweils auf bestimmte Samen und NĂŒsse als Nahrung spezialisiert. Die nahe verwandten Raben und KrĂ€hen sind dagegen eine wenig spezialisierte und ökologisch sehr erfolgreiche Gruppe von Vögeln, die eine Vielzahl von Habitaten besiedelte und auch als erste unter den Rabenvögeln das sĂŒdliche Afrika, Australien und abgelegene ozeanische Inseln erreichte.cite-ref-hoyo2009-515-516-45-0[45]

Die Zugehörigkeit des HaubenhĂ€hers (Platylophus galericulatus) zu den Rabenvögeln ist seit langem umstritten. Osteologische Merkmale und Verhaltensbefunde sprechen nach Ansicht vieler jĂŒngerer Studien dafĂŒr, dass die Art kein Rabenvogel ist. Eingehende Untersuchungen ihrer DNA stehen jedoch bisher aus.cite-ref-hoyo2009-566-46-0[46]cite-ref-manegold2008-321-47-0[47]

Wortherkunft

Fast alle Arten der Familie Corvidae tragen in ihrem Trivialnamen die ZusĂ€tze „KrĂ€he“, „HĂ€her“, „Rabe“ oder „Elster“. Diese Namen bezeichneten ursprĂŒnglich Vogelarten aus dem deutschen Sprachraum und wurden spĂ€ter auf andere Arten der Familie ĂŒbertragen. „KrĂ€he“ stammt vom althochdeutschen krāha ab, das eine lautmalerische Bezeichnung fĂŒr die kleineren Arten der Gattung Corvus darstellt. Ähnliches gilt fĂŒr „Rabe“, das vom althochdeutschen hraban (KrĂ€chzer) kommt. Das althochdeutsche „hehara“ ist ebenfalls ein lautmalerischer Name, der sich ursprĂŒnglich auf den EichelhĂ€her und seinen Ruf bezog.cite-ref-duden2011-48-0[48] „Elster“ leitet sich vom althochdeutschen „agalstra“ her, dessen Bedeutung ungeklĂ€rt ist.cite-ref-duden2011-48-1[48]

Mythologie und Ansehen

Eine kulturelle Rezeption erfuhren unter den Rabenvögeln vor allem die Raben und KrĂ€hen (Corvus), aber auch die UnglĂŒckshĂ€her (Perisoreus) und die Elster (Pica pica). Die menschliche Sichtweise auf Rabenvögel war stets ambivalent. Einerseits waren viele Arten stets in der menschlichen Umgebung prĂ€sent, ihre Rolle im menschlichen Leben war aber zu keiner Zeit so zentral wie die von Nutztieren oder Fressfeinden. Rabenvögel wurden nie domestiziert, da sie im Vergleich zu HĂŒhnern oder GĂ€nsen keinen besonderen Ertrag abwarfen und zudem im Ruf standen, nicht gut zu schmecken. Entsprechend rar sind Referenzen an Rabenvögel in systematisierten Mythologien, sie treten oft nur am Rande und anekdotisch auf, auch wenn ihnen bisweilen eine SchlĂŒsselrolle zukommt, etwa als Erschaffer der Welt bei sibirischen und indianischen Völkern, der seine Macht aber bald verliert. In vielen Kulturen wurden Rabenvögel als Omentiere angesehen, der Kolkrabe etwa galt in der Mythologie des alten Roms als wichtigster Vogel fĂŒr die Auspizien der Auguren. Als Unheilsbote galten Rabenvögel vor allem wegen ihrer AffinitĂ€t zu Aas und ihres oft massenhaften Auftretens nach Schlachten, wo sie von den Leichen der Gefallenen fraßen. Die esoterisch oft nachgesagte NĂ€he zum Tod rĂŒhrt auch her von dem vermehrten Auftreten von Raben an HinrichtungsstĂ€tten, da die Leichname Hingerichteter in aller Regel hĂ€ngenblieben, bis sie u. a. durch Tiere gefressen waren. Erst die Gebeine wurden dann verscharrt. Aber auch kleineren Arten wie den UnglĂŒckshĂ€hern (Perisoreus) wurde nachgesagt, es bringe UnglĂŒck, ihre Nester zu finden.cite-ref-hoyo2009-554-559-49-0[49]

WĂ€hrend Rabenvögel wĂ€hrend des europĂ€ischen Mittelalters als willkommene SĂ€uberer in den StĂ€dten und Dörfer gesehen wurden, verloren sie dieses Ansehen mit der Neuzeit, als die StĂ€dte zunehmend sauberer wurden und die Vögel damit ihre alte Funktion verloren. In den Vordergrund rĂŒckten sie stattdessen als Landwirtschafts- und WildschĂ€dlinge, die in der Folge massiv verfolgt wurden. Elstern, Raben und KrĂ€hen wurden in vielen Gegenden der Welt verfolgt und abgeschossen, weshalb etwa der Kolkrabe in Mitteleuropa und im östlichen Nordamerika weitflĂ€chig ausstarb. Erst gegen Ende des 20. Jahrhunderts ließ der Verfolgungsdruck in vielen Regionen nach, sodass Rabenvögel dort wieder heimisch werden konnten.cite-ref-hoyo2009-554-559-49-1[49]

Galerie

Quellen

Literatur

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Weblinks

Commons

: Rabenvögel

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‱ Literatur von und ĂŒber Rabenvögel im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek

Einzelnachweise

cite-note-hoyo2009-510-512-11. ↑ del Hoyo et al. 2009, S. 510–512.
cite-note-marzluff2005-50-22. ↑ Marzluff & Angell 2005, S. 50.
cite-note-madge1994-2-60-33. ↑ Madge & Burn 1994, S. 2–60.
cite-note-goodwin1986-17-18-44. ↑ Goodwin 1986, S. 17–18.
cite-note-hoyo2009-514-55. ↑ del Hoyo et al. 2009, S. 514.
cite-note-glutz1993-1376-66. ↑ Glutz von Blotzheim & Bauer 1993, S. 1376.
cite-note-higgings2006-672-77. ↑ Higgins et al. 2006, S. 672.
cite-note-angell1978-82-88. ↑ Angell 1978, S. 82.
cite-note-marzluff2005-43-99. ↑ Marzluff & Angell 2005, S. 43.
cite-note-cramp1994-5-1010. ↑ Cramp & Simmons 1994, S. 5.
cite-note-brown2000-531-1111. ↑ Brown et al. 2000, S. 531.
cite-note-glutz1993-1375-1212. ↑ Glutz von Blotzheim & Bauer 1993, S. 1375.
cite-note-goodwin1986-17-1313. ↑ Goodwin 1986, S. 17.
cite-note-goodwin1986-18-20-1414. ↑ Goodwin 1986, S. 18–20.
cite-note-goodwin1986-221-1515. ↑ Goodwin 1986, S. 221.
cite-note-madge1994-48-49-1616. ↑ Madge & Burn 1994, S. 48–49.
cite-note-goodwin1986-50-1717. ↑ Goodwin 1986, S. 50.
cite-note-hayes1983-205-1818. ↑ Hayes & Alexander 1983, S. 205.
cite-note-hoyo2009-526-529-1919. ↑ del Hoyo et al. 2009, S. 526–529.
cite-note-griesser2009-2889-2892-2020. ↑ Griesser 2009, S. 2889–2892.
cite-note-goodwin1986-51-52-2121. ↑ Goodwin 1986, S. 51–52.
cite-note-ratnayake2010-105-2222. ↑ Ratnayake et al. 2010, S. 105.
cite-note-marzluff2005-208-2323. ↑ Marzluff & Angell 2005, S. 208.
cite-note-hoyo2009-528-533-2424. ↑ del Hoyo et al. 2009, S. 528–533.
cite-note-hoyo2009-494-510-2525. ↑ del Hoyo et al. 2009, S. 494–510.
cite-note-hoyo2009-552-554-2626. ↑ del Hoyo et al. 2009, S. 552–554.
cite-note-hoyo2009-514-515-2727. ↑ del Hoyo et al. 2009, S. 514–515.
cite-note-hoyo2009-514-516-2828. ↑ del Hoyo et al. 2009, S. 514–516.
cite-note-glutz1993-1817-2929. ↑ Glutz von Blotzheim & Bauer 1993, S. 1817.
cite-note-goodwin1986-23-27-3030. ↑ Goodwin 1986, S. 23–27.
cite-note-hoyo2009-531-3131. ↑ del Hoyo et al. 2009, S. 531.
cite-note-hoyo2009-541-3232. ↑ del Hoyo et al. 2009, S. 541.
cite-note-goodwin1986-32-33-3333. ↑ Goodwin 1986, S. 32–33.
cite-note-adrian2006-81-82-3434. ↑ Adrian 2006, S. 81–82.
cite-note-goodwin1986-36-37-3535. ↑ Goodwin 1986, S. 36–37.
cite-note-hoyo2009-545-3636. ↑ del Hoyo et al. 2009, S. 545.
cite-note-hoyo2009-545-548-3737. ↑ del Hoyo et al. 2009, S. 545–548.
cite-note-goodwin1986-55-3838. ↑ Goodwin 1986, S. 55.
cite-note-jonsson2006-152-3939. ↑ JĂžnsson & FjeldsĂ„ 2006, S. 152.
cite-note-hoyo2009-494-4040. ↑ del Hoyo et al. 2009, S. 494.
cite-note-ericson2005-232-4141. Ericson et al. 2005, S. 232.
cite-note-hoyo2009-495-4242. ↑ del Hoyo et al. 2009, S. 495.
cite-note-hoyo2009-505-4343. ↑ del Hoyo et al. 2009, S. 505.
cite-note-hoyo2009-504-4444. ↑ del Hoyo et al. 2009, S. 504.
cite-note-hoyo2009-515-516-4545. ↑ del Hoyo et al. 2009, S. 515–516.
cite-note-hoyo2009-566-4646. ↑ del Hoyo et al., S. 566.
cite-note-manegold2008-321-4747. ↑ Manegold 2008, S. 321.
cite-note-duden2011-4848. ↑ Duden 2011. Abgerufen am 30. September 2011.
cite-note-hoyo2009-554-559-4949. ↑ del Hoyo et al. 2009, S. 554–559.